Eine Frage der Führung

Stellen Sie sich vor, Sie könnten sich Ihren Chef aussuchen! Der Einfachheit halber haben wir drei Varianten zur Auswahl:

Unsere erste Variante hat seine Führungsqualitäten scheinbar auf dem Truppenübungsplatz gelernt. Blinder Gehorsam ist sein oberstes Ziel. Eigene Vorstellungen von richtigem Handeln lehnt er kategorisch ab. Sie sind Befehlsempfänger und das lässt er Sie auch immer spüren. Jegliche Kommunikation, wenn es um die Arbeit geht, wird mit viel Dezibel „verständlich“ gemacht. Er lässt Ihnen wenige Freiheiten, es ist nicht viel erlaubt und Ihre Möglichkeiten sind sehr eng gesetzt, jedoch fordert er immer wieder auf die gleiche Weise. Er ist vorhersehbar. Wenn Sie nicht funktionieren, wird das mit Hilfe von Lautstärke und auch Schmerzeinwirkung deutlich gemacht, bis Sie sich nicht mehr trauen, etwas falsch zu machen.

Unser zweiter Chef, sagt Ihnen nicht so recht was er möchte. Er lässt Sie machen, was Sie wollen und gibt Ihnen keine Hilfestellungen, was die richtige Arbeitsweise ist. Er ist meist sehr nett. Die Regeln sind nicht gut zu erkennen. Manchmal ist etwas verboten und es wird gemeckert und beschimpft. Das gleiche Handeln wird das nächste Mal unkommentiert belassen oder milde belächelt. Manchmal weiß man auch gar nicht, warum er schimpft. Bei der gemeinsamen Arbeit redet er unablässig mit Ihnen, ohne dass sie verstehen, was er von Ihnen möchte. Er redet viel ohne etwas zu sagen!

Der dritte Chef, erklärt Ihnen zunächst, was ihm in seiner Welt wichtig ist. Schritt für Schritt und mit steigendem Schwierigkeitsgrad leitet er Sie an, die Arbeit richtig zu erledigen und lobt Sie, wenn Sie es gut gemacht haben. Bei Fehlern korrigiert er Sie und lässt Sie es noch mal üben. Wenn er eine Regel aufgestellt hat, sorgt er auch dafür, dass diese eingehalten wird, sowohl von Ihnen als auch von ihm selbst. Er ist für Ihre guten Ideen offen und ist für Sie da, wenn Sie Probleme haben. Er unterstützt Sie, wenn es turbulent und stressig wird.

Die drei Varianten sind so in Reinform vielleicht nicht so häufig vertreten, jedoch zeigen sie grundsätzliche Erziehungsmethoden, die im übertragenen Sinne auch in der Hundeerziehung Anwendung finden. Fragen Sie sich bitte: Mit welchem Chef würden Sie am liebsten arbeiten, zeigen außergewöhnlich gute Leistungen, sind hoch motiviert alles so gut wie möglich zu machen und erledigen zuverlässig auch unter Stress Ihre Arbeit? Wichtig bei der Frage des gewünschten Chefs für Sie selbst ist auch, welcher Chef Sie gerne für Ihren Hund sein möchten? Zu wem denken Sie, kann man am besten eine vertrauensvolle und faire Beziehung aufbauen? Und auch die Frage ist wichtig: welchen Chef würde sich denn wohl Ihr Hund wünschen, damit er ein glückliches Leben führen kann?

Die Entscheidung liegt bei Ihnen!!

Kontakt:

Hundeschule
Hunde lieben lernen
Telefon: 02296/9998540